10.774 Kilometer von Moskau bis Peking ohne technische Probleme

Großer Jubel vor dem Olympiastadion von Peking: Der von Motorsport Behringer aufgebaute und eingesetzte MAN-SX-Racetruck hat die Silk Way Rallye (8.-24. Juli) ohne einen einzigen technischen Defekt überstanden. Fahrer Daniel Piller, Navigator Stefan Henken und Teamchef Mathias Behringer landeten nach 10.774 Kilometern auf dem 15. Platz in der stark besetzten Lkw-Wertung.

Die Rallye Dakar gilt zwar als härteste Rallye der Welt, die 2016 wiederbelebte Silk Way Rallye stand dem Wüsten-Klassiker allerdings in nichts nach. Mit einer Distanz von 10.774 Kilometern war das Offroad-Abenteuer entlang der Seidenstraße sogar 1.500 Kilometer länger als die zurückliegende Dakar – und nicht weniger anspruchsvoll. Auf dem Weg vom Roten Platz in Moskau bis zum Olympiastadion von Peking galt es die schlammigen Waldwege Russlands, die weiten Ebenen der kasachischen Steppe und zwei Gebirgsketten, bei denen die Fahrzeuge jeweils auf mehr als 2.500 Meter über dem Meeresspiegel kletterten, zu bezwingen. Das Herzstück der Rallye bildete jedoch die Wüste Gobi im Süden Chinas, bekannt für die höchsten Dünen der Welt.

Der 8,5 Tonnen schwere und 950 PS starke MAN SX von Motorsport Behringer, der unter der Flagge des „Healok Swiss Teams“ startete, überstand all diese Strapazen ohne ein einziges technisches Problem. Das Trio Daniel Piller, Stefan Henken und Mathias Behringer manövrierte den Racetruck souverän über Stock und Stein und lag bis zur letzten Etappe auf Kurs zu Platz 12 und wurde nur durch eine Zeitstrafe auf Position 15 zurückgereicht – ein starkes Ergebnis, wenn man bedenkt, dass allein das russische Kamaz-Team sieben Lkw an den Start brachte.


„Das war meine erste große Rallye, deswegen bin ich ohne Erwartungen angereist und wollte nur meinen Spaß haben – und den hatten wir auch“, erklärt Racetruck-Pilot Daniel Piller aus Zürich. „Der Truck lief super und wir hatten eine gute Truppe zusammen. Insgesamt war die Silk Way Rallye eine spannende Grenzerfahrung. Wirklich tough. Die Prüfungen waren bis zu siebeneinhalb Stunden lang, das kann man kaum glauben, im Eifer des Gefechts kamen sie einem aber viel kürzer vor.“

Teamchef Mathias Behringer war im Ziel vor allem von den Strecken beeindruckt. „Eine Wahnsinns-Rallye. Die Silk Way Rallye war genauso hart und anspruchsvoll wie die Dakar, manchmal waren die Strecken sogar noch besser. In China sind wir drei, vier Tage richtig in den Dünen gefahren. Dazu kamen die extremen Bedingungen: Eine Prüfung ist nach starkem Regen abgesoffen, eine andere wurde wegen eines Sandsturms abgesagt. Unser Racetruck hat die Belastung aber ohne Probleme weggesteckt, wir hatten auf der ganzen Strecke keine technischen Probleme.“

Insgesamt bestand das „Healok Swiss Team“ bei der Silk Way Rallye aus acht Personen und drei Fahrzeugen. Der MAN-Racetruck, der in der Prototypen-Klasse T4.2 startete, wurde von einem T5-Servicetruck sowie einem Wohnmobil begleitet.

Über Motorsport Behringer:
Teambesitzer Mathias Behringer wurde am 21. September 1973 in Dillingen an der Donau geboren und lebt heute mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Lutzingen. Bevor er in den Offroad-Sport wechselte, war Behringer ein höchst erfolgreicher Autocross-Pilot. Der Schwabe wurde 2002 Deutscher Meister in der Disziplin Specialcross und 2004 wie 2005 Vize-Europameister. 2007 gab Behringer sein Debüt im Marathonrallyesport und avancierte zu einem der erfolgreichsten deutschen Truck-Piloten der Szene. Bei der Rallye Dakar z. B. gewann Behringer 2011 seine Klasse und landete auf Platz zehn der Lkw-Wertung. 2012 holte er bei der Baja 300 Mitteldeutschland auf heimischem Boden den Gesamtsieg. Seit 2014 bietet Behringer seinen T4-Racetruck, T5-Servicetruck sowie seine Werkstatt auch zum Vermieten an.