Bis drei Runden vor Schluss sah alles nach einem Sieg von Michael Schrey (Wallenhorst) aus, doch dann zwang ihn ein Reifenschaden am Porsche 935K1 nach elf Rennrunden zur Aufgabe. Damit war der Weg frei für seinen Cousin Daniel Schrey (Rietberg), der ebenfalls mit einem Porsche 935K1 unterwegs, seiner persönlichen Nürburgring-Historie einen weiteren Sieg hinzufügen konnte. „Wir hatten noch leichte Probleme mit dem Auto und ich konnte Michaels Zeiten nicht so mit gehen. Der Fight mit Eddy und Jürgen Barth war aber Klasse! Am Schluss hatte ich dann das bessere Ende für mich!“

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Das Rennen musste bedingt durch einen Startunfall abgebrochen werden und die Renndistanz wurde nach den abgeschlossenen Aufräumarbeiten verkürzt. So querte Daniel Schrey nach 2:18:56.376 Stunden die Ziellinie. Vater und Sohn Stefan und Max Roof feierten im Gruppe 5 Porsche 911 nach dem dritten Rang in Hockenheim das beste Resultat im neu aufgebauten Fahrzeug. Das Podium komplettierte Christopher Stahl (Bonn), der sich mit Jürgen Barth (Sachsenheim) Verstärkung ans Steuer des Porsche 934-5 geholt hatte.

Die derzeit Führenden der YOUNGTIMER Gesamtwertung, Peter und Jürgen Schumann (Saarbrücken) kamen als beste Nicht-Porsche im BMW 635csi hinter dem Porsche 911 RSR-Team Edgar Salewsky (Aachen) und Eberhard Baunach (Köln) ins Ziel.

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In die Klassen

Das BMW 2002 Duell bei den 2 Liter Fahrzeugen bis 2 Liter Hubraum gewannen Ingo Bender (Hagen) und Sebastian Lohmann (Schwalmtal) vor Uwe Klapproth (Lippstadt). Nachdem kurzerhand nach dem Training und nur einer langsam absolvierten Runde vor dem Rennen noch das Getriebe am Simca Rallye II gewechselt werden musste, feierte Christoph Wilde (Nörvenich) den Klassensieg bei den 1300ern bis 1975. Thomas Fröhlingsdorf (Bergheim) und Andreas Leiendecker (Erkrath) waren schon wie vor drei Wochen bei den älteren (bis1975) 2 Liter Fahrzeugen der Gruppe 2 nicht zu schlagen und wurden sogar als Gesamtelfte gewertet.

Die Wertungsklasse der seriennahen GTs über 2000ccm gewannen Jürgen Rudolph (Stuttgart) und Jürgen Stricker (Backnang) im Porsche 911 2,7 Carrera. Ebenfalls auf Porsche Power vertraute Andreas Sczepansky (Kornwestheim), der gemeinsam mit dem Bergheimer Matthias Wasel im Porsche 911SC bei den verbesserten GTS über 2000ccm (bis 1975) erfolgreich war. Dies sprichwörtlich auf der letzten Rille, war der Reifen auf Grund doch leicht lädierten Fahrwerks bis aufs Gewebe durch. 
Markenkollege Christian Teichert (Hamburg) folgte auf dem zweiten Rang.

Wie schon im Rahmen der 24h Classic waren wieder die YOUNGSTER Nico Fröhlingsdorf (Bergheim) und Davis Brandes (Pulheim) im Ford Fiesta bei den seriennahen 1150ern bis 1981 erfolgreich.

Im VW Golf-Fight behielt Jörg Becker (Waldgasse) die Oberhand und gewann die 1600er Klasse vor seinem Markenkollegen Helmut Schilles (Bad Münstereifel) und dem Vizemeister des Vorjahres Thomas Böling (Mechernich). Helmut war im Ziel noch ganz geschafft: „Es war einfach ein toller und fairer Fight. In den letzten Runden konnte ich nicht mehr – hat aber einen wahn-sinnigen  Spaß gemacht!“

Zwei Ford Escort RS 2000 traten bei den Gruppe 1 Fahrzeugen bis 2 Liter Hubraum an. Ingo Zabel, der schnellste Mann der Klasse war gemeinsam mit Karl-Heinz Jathe unserem Senior unterwegs, musste das rote Spaßmobil aber leider schon nach vier Runden abstellen und so war der Weg frei zum Klassensieg für Christian Klötsch (Köln) und Robert Baumann (Puhlheim). Mit Michael und Herbert Schmitz (Bergisch Gladbach) waren es wieder bekannte Gesichter, die im KWL-Audi 50 bei den 1300 der Gruppe 2 bis 1981 dominierten. „Trainings-Bestzeit, schnellste Runde in der Klasse und am Ende der Sieg – ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert“, jubelte Michael Schmitz.

Die 1600er Klasse der verbesserten Tourenwagen gewannen die  Teamkollegen, Heinz Stüber (Köln) und Olaf Rost (Solingen) im VW Scirocco, der, passend zum Produktionsjubiläum von insgesamt einer Million gebauten Exemplaren, im  „Million“-Design an den Start ging. Olaf Rost, zweiter Fahrer auf dem Scirocco, rutschte auf einer Ölspur aus und kollidierte im Streckenabschnitt Hohenrain-Schikane mit der Leitplanke. Dennoch reichte es für den Sieg.

Ein Mann der früher im Opel Kadett C Coupe selten die Zielflagge sah wird immer zuverlässiger. Michael Nolte war beim Eifelrennen in der 2 Liter Klasse nicht zu stoppen und verwies das Ford Escort RS 2000 Team Franz Josef Heiden (Düren) und Simon Baales (Köln) auf den zweiten Rang.

Schnellstes Team bei den seriennahen GTs waren Hans-Werner Pauli (Bad Soden) und Andreas Gilz (Düsseldorf) im Porsche 911RS.

Bei den verbesserten GTs bis 2000ccm war es Hans Christian Limmer (Meerbusch), der im Porsche 924 dominierte.

Robert Keil (Wuppertal) liegt nach einem weiteren Klassensieg bei den neuen Gruppe 4 Fahrzeugen bis 1981 über 2000ccm mittlerweile auf dem fünften Meisterschaftsrang. Im Opel Ascona B 400 fuhr der Wuppertaler dem zweitplatzierten Dr. Stefan Mauss (Porsche 911RS, Düsseldorf) auf und davon. Platz drei ging an die Morgan Puls 8 Mannschaft Michael Bock (Stuttgart) und Christian Nils (Köln). Der Mann vom Taunus Racing Team, Dirk Ossenberg (Koblenz) liess in der Gruppe N Wertung nichts anbrennen und gewann im BMW M3 vor Heinz F. Pott (Beckum), Peter Schnittger (Vlotho) und Jaan Mattes Reiling (Sassenberg).

Im wunderschönen wie auch schnellen Suzuki Swift GTI gewannen Jens Rarbach (Schmallenberg) und Philipp Schauerte (Eslohe) die Gruppe A Wertung bis 1300ccm. Im Japan-Fight der 1600er Klasse der Gruppe A setzten sich einmal mehr Andreas Höne (Overath) und Bernd  Över (Hürth) im Toyota Corolla GT gegen ihren Markenkollegen Stefan Laub (Köln) durch.

Im Alfa Romeo 75 T5 war es Detmar Zosel (St. Wendel), der vor der VW-Golf Truppe Rene von der Ruhren (Heinsberg), Hans Kautmann und Rennsemmel (Nideggen) die 2 Liter Klasse der Gruppe A Fahrzeuge gewann.
Wie im Vorjahr schon im Rahmen der ADAC Westfalentrophy konnte sich Josef Krings (Kommern), gemeinsam mit Thomas Schmid (Willich) im Mercedes Benz 190 E 2,3 unterwegs, wieder über einen Klassensieg in der hart umkämpften Gruppe A bis 2,5 Liter Hubraum freuen und bezwangen die BMW M3 Meute. Als bestes BMW-Team querten Marc Gutowski (Porta-Westfalica)  und Klaus Heubach (Esslingen) die Ziellinie.

Die Meisterschaft der YOUNGTIMER TROPHY führen weiterhin Peter und Jürgen Schumann (Saarbrücken) an, die einmal mehr die Klasse der hubraumstärksten Gruppe A Fahrzeuge gewannen – rund 1 Minute vor Heiko Hammel (Porsche 911 SC RS, Forchtenberg), der als zweiter der Klasse das schwarz-weiß-karierte Tuch sah. Youngster Hammel liegt nach drei von neun Wertungsläufen hinter den Schumann-Brüdern auf dem dritten Meisterschaftsrang.

Die Porsche 944 turbo Cup Klasse gewannen Paul Singer (München) und Peter Oberndorf (Starnberg). In der Classic Super Cup-Wertung der BMW 325i Treter siegten Hermann-Josef und Veit-Valentin Vincentz.

Mit Michael und Friedrich Benra waren einmal mehr unsere Routiniers bei den 1300ern bis 1971 erfolgreich.

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