Im Rahmen eines kleinen Spontan-Urlaubs besuchten wir das Prototyp-Museum in Hamburg, ein relativ neues Automuseum, das sich der Präsentation seltener Fahrzeuge und Prototypen widmet.

An der Kasse wurde uns gesagt, dass der Eintritt heute vergünstigt sei, da gerade die Sammlung umgeräumt würde und deshalb nicht alle Bereiche zugänglich seien. Mist! Aber was soll´s… immerhin Geld gespart.

Die Exponate im Museum reichen von Fahrzeugen über Modelle, Ersatzteile bis hin zu alten Fotos, Briefen und Unterlagen.

Das ganze abwechslungsreich präsentiert und zum Teil hautnah erlebbar. Zum Beispiel in Form einer gläsernen Werkstatt, in der „live“ Fahrzeuge restauriert werden. Die aktuellen Patienten: ein Porsche 904…

… und ein Borgward Rennwagen.

Das Museum widmet sich unter anderem der Darstellung von früheren Rennfahrern, die seinerzeit viel bewegt haben, aber heute dennoch im Hintergrund stehen.

Wie z.B. dem Österreicher Otto Mathé, der unter anderem einen der legendären Berlin-Rom-Wagen sein eigen nannte, den auch ein verlorener Arm nicht von seiner Rennfahrerkarriere abbrachte und der später das bekannte Schmiermittel-Imperium gründete. Neben zahlreichen persönlichen Gegenständen und Fotos war auch sein alter Renntransporter zu sehen…

… der sich in einem genialen, unrestaurierten Zustand befindet. Als wäre er gestern noch auf der A7 unterwegs gewesen!

Ein nettes Feature: die Audio-Box. Eine kleine Kabine, in der man sich alte Rennplakate anschauen und Soundfiles von Renn- und Sportwagen anhören kann. In vernünftiger Lautstärke natürlich! 😉

Als wir weiter nach hinten gingen, konnten wir ein paar Museums-Mitarbeitern wie angekündigt beim Umräumen zuschauen. Als ich sah, was in den Raum geschoben wurde, war der Rest-Ärger über die teilweise gesperrte Ausstellung spontan verflogen… der Opel Flextreme (die auf der IAA 2007 vorgestellte Studie eines Elektroautos), dicht gefolgt von der Studie des Opel GT für die IAA 1965!

Ein Berlin-Rom-Wagen spiegelt sich im Heck eines der ersten Porsche 356 (noch aus Kärntner Produktion).

Dieses Foto zeigt, dass sich das Museum nicht auf eine Richtung festlegt, sondern eine große Bandbreite zeigen möchte.

 

Das Museum ist in einem alten Fabrikgebäude untergebracht, das entkernt und komplett neu aufgebaut wurde. Mit beeindruckendem Ergebnis… sogar die Toiletten sind themengerecht gestylt!

Fazit: Das Prototyp-Museum gehört für jeden Autobekloppten, der nach Hamburg kommt, zum ab-so-lu-ten Pflichtprogramm!

Website des Prototyp-Museums