Dank einer autobegeisterten Frau und eines entsprechend geplanten Urlaubs in Süddeutschland haben wir den Werksmuseen von Mercedes, Porsche und Audi diesen Sommer mal einen Besuch abgestattet. Los geht´s mit dem „museum mobile“ von Audi in Ingolstadt.

Das „museum mobile“ ist das kleinste der vorgenannten Museen, die Ausstellung ist relativ klein. Dafür kostete uns das Museum nur 2,- € Eintritt pro Person (wohl aufgrund der zu dem Zeitpunkt geschlossenen Sonderausstellungsfläche – die Sonderausstellung „Audi Quattro“ hatten wir natürlich um ein paar Tage verpasst *grml*), Parken im werkseigenen Parkhaus war kostenlos (!).

Negativ fiel uns auf, dass die Zeit der späten 1950er bis frühen 1970er Jahre, in der Audi den zweifelhaften Ruf einer Spießermarke genoss, in der Ausstellung völlig ignoriert wurde (z.B. Audi F103). Erst Mitte der 1970er ging´s weiter.

Ein geniales Beispiel für ein authentisches Exponat war der letzte je gebaute Horch, der über verworrene Wege in den letzten Jahren den Weg zurück aus den USA nach Deutschland fand. Wir hatten das Glück, innerhalb der 10 Tage, in denen der Wagen im Originalzustand ausgestellt wurde, im Museum zu sein. Danach sollte mit der Restaurierung begonnen werden…

… um aus Unmengen unwiederbringlicher Originalsubstanz einen seelenlosen Zombie zu machen.

Der Horch war weitestgehend komplett und strahlte trotz (oder wegen?) seiner fortgeschrittenen Patina eine unglaubliche Erhabenheit aus. Bald alles zerstört… 🙁

Aber genug gemeckert, kommen wir zu den positiveren Seiten… wirklich bemerkenswert ist der Paternoster mit 14 Prototypen in mitten des Museums. Hier der Audi Quartz von 1981, der einige optische Merkmale des damals neu erschienen Urquattros trägt.

Ähnlich sehenswert der Hintern des „Audi Rosemeyer“ (2000).

Ungeachtet der zahlreichen Klassiker aus Vor- und Nachkriegstagen…

… hat sich der Autor natürlich nur auf eins gefreut: QUATTROOOOO!!! 😉

Aber auch die eine oder andere „Frontfräse“ hätte ich nicht verschmäht. Wie z.B. den Audi 80 GLE in der Rundstreckenversion von Joachim Nowak und Willi Bergmeister.

Blöderweise wollten die von keinem die Schlüssel und Papiere rausrücken. Das ist vielleicht ne Kundenorientierung… 😉