Meine Oma sagte immer: „Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche.“ Als Leid geplagter Franzosen-Youngtimer-Fahrer muss man aber manchmal den steinigen Weg gehen, wenn man kein Zahnarzt-Monatseinkommen hat.

Keine Sorge, der Simca stand nur gestern am Straßenrand, als wir auf unserem kleinen Roadtrip vorbeikamen. Sooo viel Arbeit wollte ich dann doch nicht haben. Unser lieber Manuel hat gestern seinen Sonntag geopfert um mir beim Abholen eines Schlacht-309ers zu helfen. Den hatte ich über den Marktplatz auf peugeotforum.de entdeckt. Er soll als Teilespender für unseren 1989er XS herhalten.

Um die Mittagszeit sind wir mit Manuels Hochleistungsoberklasselimousine gen Rothenburg a.d. Fulda gestartet. Hier ein Blick in die Navigations- und Schaltzentrale (obwohls ein Automatik ist).

Trotzdem mein Pilot aka “Der Vollgasfeste” bald eingeschlafen ist, weil er mit Hänger nur (ungefähr) 80 km/h fahren konnte, sind wir rasch in Nordhessen angekommen. Ich konnte ihn eigentlich nur durch das Erzählen dreckiger Männerwitze wach halten. Übrigens habe ich kurz nach der AB-Abfahrt eine Pizzaria entdeckt, an die sich meine alten Klassenkameraden vielleicht noch erinnern! („Lomo“ ??). Mann, ist das lange her…

Besichtigung, Verkauf und Aufladen verliefen problemlos. Der Vorbesitzer ist ein netter Kerl, der leider bei der Reparatur der Zylinderkopfdichtung Pech hatte. Die Stehbolzen für den Zylinderkopf waren wohl eingeklebt und sind natürlich abgerissen. Beim Ausbohren landete der Bohrer in einem Wasserkanal und damit war es um den Block geschehen.

Eigentlich total schade, denn der 309er ist ebenfalls mit dem seltenen 1,9 Liter XU9M-Motor mit 109 PS ausgestattet. Der Wagen hat 150.000 km auf der Uhr und wurde nur kurz vom Vorbesitzer (2. Hand!) gefahren. Tüv, Zahnriemen, Bremsen usw. usf. sind erst vor Kurzem erneuert worden. Für mich passt das sehr gut. Mein Motor ist erst 80.000 km alt, aber ich kann alle Nebenaggerate, Achsen und sonstige Teile perfekt gebrauchen, um mein Teilelager aufzufüllen. Immer neu kaufen geht gehörig ins Geld – wenn man die Sachen überhaupt noch bekommt.

Stau auf der A4. Auf der A7 sah es aber nicht viel besser aus. Also haben wir die Gelegenheit für eine Burger-Pause genutzt.

Allerdings brauche ich jetzt mal eine Burger-Pausen-Pause. Ich kann das Zeug momentan nicht mehr sehen.

Auf dem Autohof Schlüchtern schnell noch eine Pinkelpause und schon waren wir ca. 360 km später wieder zuhause.

Wer gut verzurrt, der gut fährt. Der 1993er GT stand noch millimetergenau dort auf dem Hänger, wo wir ihn hingestellt hatte.

Abends noch eine kurze Bestandsaufnahme. Der 309 ist in einem echt guten Gesamtzustand und hat ganz wenig Gammel.

Die Hinterachse wirkt tiefergelegt. Da muss ich den Vorbesitzer Alex nochmal fragen.

Hmmm, da war der Tüv aber seeeehr großzügig. Das Loch im Federbeindom ist da nicht erst seit dem Frühjahr. Für mich aber nicht ausschlaggebend.

Meine liebste Co-Pilotin Jessie schaute später noch vorbei und war vom recht akzeptablen Zustand des Innenraums angetan. Leider haben wir einen Serie 1, also Modell vor dem Facelift, und können außer den Sitzen von innen eigentlich wenig gebrauchen.

Die Heckklappe und die Rückleuchten sind beim Serie 2 auch ganz anders. Aber das geht ja nicht so oft kaputt.

Den Motorraum werden wir in den nächsten Tagen dann noch komplett leer machen.

Vielen Dank an:

  • Steffen fürs Hänger leihen
  • Manuel für Pilotieren
  • Alex für den problemlosen Deal