Der Österreicher Dieter Karl  Anton, seit  45 Jahren auf den Rennstrecken Europas unterwegs, gewann im Rahmen des Spa Race Festivals eines der beiden Rennen der YOUNGTIMER TROPHY. Im Hitzerennen auf der Ardennen-Achterbahn – so herrschten Temperaturen um die 30°C – siegte der Österreicher im  Ford Escort RS 1600 vor Wilhelm Vinke (Georgsmarienhütte), der seinen schnellen Opel Kadett B an den Start brachte. Alexander Köppen, der Klassensieger der Gruppe A bis 2000ccm, komplettierte das Podium.

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Mit Thomas Fröhlingsdorf (Bergheim) und Andreas Leiendecker (Erkrath) sowie Dieter Dörrmann (Rheinstetten)/Wolfgang Kaufmann kamen zwei weitere schnelle Escorts in den Top Five ins Ziel.

Im zweiten Rennen war dann die geballte Porsche Dominanz ganz vorne zu finden. Auf den ersten drei Rängen waren Exemplare der guten alten Gruppe 5 Zeit zu finden. Ralf Heisig (Porsche 911 turbo) gewann nach 20 Runden mit 34,227 Sekunden Vorsprung vor Dr. Edgar Althoff (Porsche Carrera RSR) und Edgar Salewsky (Porsche 911 RSR).

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Heisig, der Trainingsschnellste, der eine Zeit von 2:39.163 Minuten für die rund 7 Kilometer in den Asphalt brannte, übernahm vom Start weg die Führung und gab diese nicht mehr ab. „Ich will heute nur mal durchfahren nach den ganzen Problemen bisher in dieser Saison,“ so der Bonner Charles Voggenreiter, der mit Gesamtrang vier und Klassensieg bei den verbesserten GTs über 2000ccm (bis 1975) mal wieder ein Erfolgserlebnis feiern konnte. Mit Andreas Sczepansky (Kornwestheim) folgte im Porsche 911SC der direkte Klassenkonkurrent auf dem fünften Rang.

In die Klassen


Die 1300er NSU TT Klasse gewannen einmal mehr die Benra Brüder Michael (Castrop-Rauxel) und Friedrich (Witten) vor Jürgen Marmulla (Witten) und Guido Sälzer (Sprockhövel).

Der Gesamtzweite Wilhelm Vinke (Georgsmarienhütte) siegte in der Klasse der verbesserten Tourenwagen bis 2000ccm vor den BMW 2002ti Tretern Bastian Bender (Hagen) und Uwe Klapproth (Lippstadt).

Nach einer kurzen Pause bei den letzten Rennen war in Spa auch der Koblenzer Clemens Diewald wieder mit dabei, der im Opel Commodore schnellster der Hubraumboliden über 2000ccm (bis 1971) war.

Das Simca Rallye II Duell bei den 1300ern bis 1975 entschied Christoph Wilde (Nörvenich) für sich, der das Luxemburger Duo Pascal Denis und Yann Munhowen auf den zweiten Platz verweisen konnte.

Mit Julia Reinders (Korschenbroich) war die schnellste Dame des Feldes im Gruppe 1 Ford Fiesta zu finden mit dem sie gemeinsam mit Rene Fröhlingsdorf (Bergheim) bei den seriennahen Fahrzeugen bis 1300ccm siegen konnte.

Helmut Schilles (Bad Münstereifel) konnte im VW Golf GTI bei den 1600ern keiner bremsen. Er bezwang im „Golfturnier“ seine Markenkollegen Hans-Müller Deck (Euskirchen) und Georg Schwarz (Bondorf).

Bei den 2 Liter Fahrzeugen dominierte wieder die Escort Mannschaft Christian Klötsch (Köln) und Robert Baumann (Pulheim) vor dem zweitplatzierten Opel Kadett Fahrer Dieter Ohligschläger (Windeck). Ganz so wie in den 70ern wo die Jungs mit dem Blitz im Grill meist auch keine Chance gegen die Escorts hatten.

Michael und Herbert Schmitz (Bergisch-Gladbach) waren einmal mehr bei den 1300ern bis 1981 im KWL Audi 50 ganz vorne zu finden und sind mit diesem Klassensieg auch schon wieder unter den Top Five in der Meisterschaft gelistet.

Das Duell der 924er Porsche Teams bei den seriennahen GTs bis 2000ccm entschied das Team Ralf Zensen (Barweiler) und Hans-Martin Irnich (Rheinbach) für sich. Knappe 20 Sekunden pro Runde schneller waren Ralf Völkel (Hassloch) und Werner Gloyna (Ratingen), die in der Gruppe 4 Spezifikation des 924ers bei den verbesserten GTs bis 2000ccm (bis 1981) gewannen.

Jens Rarbach (Schmallenberg) war der Mann der Stunde in der Gruppe A bis 1300ccm. Mit dem von Fleper-Motorsport eingesetzten Suzuki Swift GTI querte der Sauerländer 5,475 Sekunden vor seinen Markenkollegen Peter Jacobi (Wesseling) und Dirk Krusic (Köln) die Ziellinie.

Was bei den seriennahen Tourenwagen nicht gelingt, klappt aber bei den verbesserten. Hier waren mit Stefan Scholz (Georgsmarienhütte) und Michael Nolte (Willich) gleich zwei Opel Kadett C Coupés vorne zu finden ehe mit Walter Matthias Mülller (Gevenich) der beste Ford Escort RS 2000 Fahrer auf dem dritten Platz folgte.

Mit Olaf Meyer (Verden) ging in Spa ein alter Bekannter in der Youngtimer Trophy wieder mal an den Start. Der Mann aus der Lüneburger Heide brachte einen BMW 3.0 CS an den Start mit dem er in Gruppe 2 über 2000ccm (bis 1981) gewinnen konnte.

Einziges Fahrzeug bei den seriennahen GTs über 2 Liter Hubraum war der Düsseldorfer Andreas Gilz im Porsche 911 SC, der nach 17 Runden abgewunken wurde.

Kein Porsche, sondern der schnelle Installateur aus Wuppertal, Robert Keil im Opel Ascona 400 sicherte sich den Klassensieg in der Gruppe 4 über 2000ccm 
(bis 1981). Über 1 Minute Vorsprung konnte er auf den zweitplatzierten Dr. Stefan Mauss (Porsche 911 RS, Düsseldorf) herausfahren.

Die Gruppe N Wertung ging in Spa auf das Konto von Vater und Sohn, Dr. Horst und Christoph Werner (Bitburg), die im BMW M3 erfolgreich waren.

Eine Premiere feierten die amtierenden Meister Kai Riebetz (Bochum) und Peter Röllinghoff (Wetter). Erstmals gewann man bei einem Rennen in Spa die Wertung der Gruppe A Fahrzeuge über 2 Liter Hubraum was Kai Riebetz überglücklich kommentierte:  „Ich konnte den BMW M3 nach einem perfekten Boxenstopp unserer R2 Crew für den zweiten Stint übernehmen und war ca. 8 Runden im engen Fight mit Peter Schumann (BMW 635CSI) unterwegs, den ich erst in der letzten Rennrunde überholen konnte. Es hat einen Riesenspaß gemacht. Wir hatten einen harten aber fairen Kampf, ich freue mich schon auf eine Wiederholung in vier Wochen auf der Strecke in Zolder.“ Mit Joachim Kiesch (Nusbaum) folgte ein Neueeinsteiger im BMW M3 auf dem zweiten Platz vor Josef Krings (Kommern), der im Mercedes Benz 190 E 2,3 an den Start ging.

Wie schon in den vergangenen Jahren sind Peter und Jürgen Schumann derzeit wieder ganz vorne in der YOUNGTIMER TROPHY zu finden. Nach einem  weiteren Klassensieg bei den hubraumstärkeren Tourenwagen der Gruppe A und B im BMW 635 CSI vor Dr. Thomas König Porsche 944 turbo sind die Saarbrücker derzeit das Maß 
der Dinge.

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