Nach den starken Leistungen auf dem deutschen Estering und im schwedischen Höljes siegte das Team Peugeot-Hansen in Kanada beim siebten Lauf der FIA-Rallycross-Weltmeisterschaft. Davy Jeanney feierte in Trois-Rivières im Peugeot 208 WRX seinen zweiten Saisonerfolg.

Das Team Peugeot-Hansen hat seit Sommeranfang die Zutaten für das Erfolgsrezept in der Rallycross-WM gefunden: Eine wettbewerbsfähige Abstimmung, Fahrer in Topform, perfekte Starts und problemlose Rennen. Seitdem gelingt es den beiden Piloten Timmy Hansen und Davy Jeanney, das bereits zu Saisonanfang gezeigte Potenzial in starke Erfolge umzumünzen. Dies zeigte sich auch in Trois-Rivières. Auf dem Kurs in Québec brillierte der leistungsstarke Peugeot 208 WRX vom ersten Vorlauf an. Diesen gewann Hansen vor seinem Teamkollegen Jeanney. Nach Platz zwei in Durchgang zwei war der Schwede auch im dritten und vierten Lauf nicht zu schlagen und stellte dabei seine Klasse und das Potenzial des Peugeot 208 WRX unter Beweis.

Timmy Hansen schien auf dem besten Wege zu sein, die Enttäuschung vom Heimspiel in Höljes wettzumachen, wo er den Sieg erst am Grünen Tisch verlor. Doch ein  Zusammenstoß im Halbfinale mit dem letztjährigen Weltmeister Petter Solberg setze der Dominanz des Youngsters ein vorzeitiges Ende. Hansen: „Ich bin enttäuscht, weil ich an diesem Wochenende sehr gut unterwegs war. Ich konnte drei der vier Vorläufe gewinnen und war sicher, dass ich diese Form bis ins Finale zeigen könnte. Leider wurden meine Hoffnungen im Halbfinale begraben. Solberg traf mich und ich rutschte in die Mauer. Mit einem kaputten Rad konnte ich nicht mehr weiterfahren.”

Teamkollege Davy Jeanney hielt die Peugeot-Erfolgsflagge im zweiten Halbfinale aber weiter hoch: Der Franzose verwies seine Konkurrenten auf die weiteren Plätze und sicherte sich die Pole-Position für das Finale. Nach einer perfekten Leistung im entscheidenden Durchgang feierte Jeanney nach seinem Erfolg auf dem Estering den zweiten Sieg. „Ich wollte unbedingt einen weiteren Triumph einfahren“, so Jeanney. „Dass mir dies so schnell gelingen würde, hätte ich nicht gedacht. Es war kein einfaches Wochenende für mich. Es hat lange gedauert, den richtigen Rhythmus zu finden und ich war nicht wirklich glücklich mit meinen Starts. Ab dem Halbfinale habe ich mich dann immer weiter steigern können und mein Selbstbewusstsein wuchs stetig. Es tut mir leid für Timmy, er war Schnellster auf der Rennstrecke und machte einen tollen Job. Hoffentlich kann er umso stärker in Norwegen zurückschlagen“.

Teamchef Kenneth Hansen zog anschließend eine überwiegend positive Bilanz: „Der Peugeot 208 WRX war an diesem Wochenende eine Klasse für sich. Aber auch Davy und Timmy haben mit fehlerfreien Leistungen überzeugt. Wir sind sehr stolz auf den zweiten Triumph unseres französischen Piloten. Natürlich fühlen wir auch mit Timmy, der im Halbfinale vom Siegkurs gedrängt wurde“.

Vor dem achten Lauf der FIA-Rallycross-WM, der vom 21. bis 23. August in Hell (N) ausgetragen wird, bleibt das Team Peugeot-Hansen (237 Punkte) in der Teamwertung mit nur zwei Zählern Rückstand in Schlagdistanz auf die in Führung liegende Mannschaft Ford Olsbergs MSE.

FIA World Rallycross Championship, Lauf 7 (Trois-Rivières, Kanada)
1. Davy Jeanney (Team Peugeot-Hansen, Peugeot 208 WRX)
2. Toomas Heikkinen, (Marklund Motorsport, Volkswagen Polo)
3. Tanner Foust (Marklund Motorsport, Volkswagen Polo)
4. Tommy Rustad (Münnich Motorsport, Audi S3)
5. Andreas Bakkerud (OlsbergMSE AB, Ford Fiesta ST)
6. Mattias Ekström (EKS, Audi S1)

Fahrerwertung:
1. Petter Solberg (Citroën DS3), 176 Punkte;
2. Andreas Bakkerud (Ford Fiesta ST),130;
3. Johan Kristoffersson (Volkswagen Polo), 124;
4. Timmy Hansen (Peugeot 208 WRX), 122;
5. Davy Jeanney (Peugeot 208 WRX), 115

Teamwertung:
1. Ford Olsbergs MSE, 239 Punkte;
2. Team Peugeot-Hansen, 237;
3. SDRX, 201

Zusätzliche Informationen unter www.hansen-motorsport.se & www.peugeot-sport.com