Keyfacts, Red Bull Ring, Spielberg, Österreich, Saisonlauf 4 von 16

Streckenlänge: 4.326 Meter
Wetter: 30 Grad, sonnig
Pole Position: Tomas Enge (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX), 1:29,909 Min.
Sieger: Adrian Zaugg/Mirko Bortolotti (Grasser Racing-Lamborghini Huracán GT3)
Schnellste Rennrunde: Mirko Bortolotti (Grasser Racing-Lamborghini Huracán GT3), 1:30,661 Min.

Lamborghini zeigte den Gegnern beim ADAC GT Masters auf dem Red BullRing in Österreich die Hörner. Adrian Zaugg (28, ZA)/Mirko Bortolotti (25, I / beide Grasser Racing) sorgen am Sonntag beim Debütwochenende des neuen Lamborghini Huracán für den ersten Sieg. Für Grasser Racing war der Erfolg besonders sü., denn der Rennstall aus Knittelfeld am Red Bull Ring siegte erstmals beim Heimspiel. Lamborghini durfte sich über einen Doppelsieg freuen, denn im ebenfalls neuen Gallardo R-EX belegten die Samstagssieger David Russell (33, AUS)/Tomas Enge (38, CZ / beide Reiter Engineering) Rang zwei. Da der siegreiche Huracán als Gaststarter nicht punkteberechtigt war, holten Russell/Enge mit einem Sieg am Samstag und einem zweiten Platz die maximal mögliche Ausbeute von 50 Punkten. Philip Eng (24, A) und Lokalmatador Klaus Bachler (23, A / beide GW IT Racing Team Schütz Motorsport) fuhren im Porsche 911 auf Rang drei. „Wir probieren im vierten Jahr in Folge unser Heimrennen im ADAC GT Masters zu gewinnen und nun ist der Traum in Erfüllung gegangen“, freute Teamchef Gottfried Grasser. „Das Wochenende im ADAC GT Masters hat uns so viel Spaß gemacht, ich hoffe, dass wir in diesem Jahr nochmals zurückkommen können.“

Corvette schnell aber glücklos

Ein packendes Duell zwischen Corvette und Lamborghini bestimmte die Hitzschlacht in der Steiermark bei 30 Grad Aussentemperatur. Daniel Keilwitz (25, Villingen / Callaway Competition) setzte sich nach dem Start in der Anfahrt zur zweiten Kurve gegen Polesetter Enge im Lamborghini durch und ging in Führung. Enge musste nach einem Lamborghini-internen Duell mit Bortolotti seinem Markenkollegen den Vortritt lassen. Der in Wien lebende Trentiner setze den führenden Keilwitz unter Druck und reduzierte seinen Rückstand auf zwei Sekunden. Nach dem Fahrerwechsel in der zweiten Rennhälfte setzten Andreas Wirth (30, D / Heidelberg) und Zaugg das Duell um die Spitze fort. Der giftgrüne Lamborghini erhöhte den Druck auf die Corvette und hatte plötzlich freie Bahn, als Wirth fünf Runden vor dem Rennende alle Chancen auf den möglichen Sieg verlor und nach starken Vibrationen an der Hinterachse an die Box fuhr. Damit war der Weg zum Lamborghini-Doppelsieg mit dem Huracán vor dem Gallardo frei.

„Ich weiß nicht genau, was bei der Corvette passiert ist, schon zwei Kurven zuvor konnte ich erkennen, dass er ein Problem hat. Das habe ich ausgenutzt“, sagte Adrian Zaugg. „Es war der erste Sieg des neuen Huracán bei einem Sprintrennen, Lamborghini kann sehr stolz sein. Mich freut es besonders, dass wir dem Team von Grasser bei ihrem Heimspiel einen Sieg  schenken konnten.

„Wir haben gepusht und alles aus dem Auto herausgeholt, ich glaube das man auch gesehen“, sagte Bortolotti. „Der Schlüssel zum Sieg war, dass ich mit einem guten Manöver an dem Lamborghini von Enge vorbeigekommen bin, dadurch konnte ich die führende Corvette unter Druck setzen. Wir waren konstant immer etwas schneller als die Corvette, Adrian hat dann mit einem tollen Stint den Sieg sichergestellt. Mich freut es für Lamborghini und die Fans, denen wir hier bei einer tollen Atmosphäre hier ein gutes Rennen geboten haben.“

Lokalmatador Bachler im Porsche auf dem Podium

Die beiden Österreicher Eng/Bachler fuhren in einem sauberen Rennen im Porsche auf Rang drei, während Sebastian Asch (29, Ammerbuch)/Luca Ludwig (26, Bon / beide Team Zakspeed) als Vierte im Mercedes-Benz SLS AMG ihre am Samstag eroberte Tabellenführung erfolgreich verteidigten. Ein gute Aufholjagd lieferten Luca Stolz (19, Brachbach)/Jeroen Bleekemolen (33, NL / beide Bentley Team HTP) ab, die im Bentley Continental von Position zwölf starteten und sich bis auf Rang fünf nach vorn kämpften.

Nach viel Pech im ersten Lauf am Samstag erlebten Dominic Jöst (36, Absteinach)/Florian Scholze (42, München / beide MRS GT-Racing) am Sonntag ein problemloses Rennen, brachten ihren Nissan GT-R auf Rang sechs ins Ziel. Die Nissan-Piloten holten mit ihrem bisher besten ADAC GT Masters-Ergebnis auch den Sieg in der Gentlemen-Wertung vor Remo Lips (32, CH / RWT RacingTeam). Der Schweizer kam mit Unterstützung von Sven Barth (34, Weinheim) in seiner Corvette auf Rang sieben ins Ziel.

Clemens Schmid (24, A)/Fabian Hamprecht (19, Hagen/ beide Bentley Team HTP) wurden im zweiten Bentley Continental Achte vor Claudia Hürtgen (43, Aachen)/Uwe Alzen (47, Betzdorf / beide BMW Sports Trophy Team Schubert) im schnellsten BMW Z4. Der beste Audi R8 von Daniel Dobitsch (30, A)/Edward Sandström (36, S / beide kfzteile24 MS RACING), fuhr nach einer Zeitstrafe nach einem Vergehen beim Start auf Rang zehn.

Fotos: ADAC Motorsport

 

Ergebnis Rennen 2:

1. Adrian Zaugg/Mirko Bortolotti (Grasser Racing-Lamborghini Huracán GT3), 38 Runden
2. David Russell/Tomas Enge (Reiter Engineering-Lamborghini Gallardo R-EX), +2,997 Sek.
3. Philipp Eng/Klaus Bachler (GW IT Racing Team Schütz Motorsport-Porsche 911 GT3 R), +9,648 Sek.
4. Sebastian Asch/Luca Ludwig (Team Zakspeed-Mercedes-Benz SLS AMG GT3), +12,981 Sek.
5. Luca Stolz/Jeroen Bleekemolen (Bentley Team HTP-Bentley Continental GT3), +13,645 Sek.
6. Dominic Jöst/Florian Scholze (MRS GT-Racing-Nissan GT-R NISMO GT3), +14,361 Sek.

Tickets inklusive Fahrerlager ab 20 Euro

Fans die das ADAC GT Masters live an der Rennstrecke erleben wollen, erhalten ab sofort Karten für die Rennen in Oschersleben, auf dem Red Bull Ring, auf dem Lausitzring, dem Nürburgring, dem Sachsenring und dem Finale in Hockenheim im Vorverkauf bereits ab 20 Euro inklusive Zugang zum Fahrerlager. ADAC-Mitglieder können bereits jetzt über das ADAC
Vorteilsprogramm Tickets zu allen acht Veranstaltungen im Vorverkauf erwerben. Erhältlich sind die Tickets online unter www.adac.de/gt-masters, in allen ADAC Geschäftsstellen, unter
www.eventim.de oder in einer von europaweit mehr als 20.000 Vorverkaufsstellen von Eventim.

Das ADAC GT Masters geht in der Saison 2015 in Deutschland, Österreich, Belgien und den Niederlanden bei acht Veranstaltungen mit 16 Rennen an den Start. Auch 2015 ist das ADAC
GT Masters wieder live im TV zu sehen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz überträgt der neue Live-TV-Exklusivpartner SPORT1 alle 16 Rennen des ADAC GT Masters in voller Länge live. Die Übertragung beginnt an den Rennwochenenden in der Regel um 13 Uhr.

Termine und Veranstaltungsorte ADAC GT Masters 2015:

24.04. – 26.04.2015 etropolis Motorsport Arena Oschersleben
05.06. – 07.06.2015 Red Bull Ring (A)
19.06. – 21.06.2015 Circuit Spa-Francorchamps (B)
03.07. – 05.07.2015 Lausitzring
14.08. – 16.08.2015 Nürburgring
28.08. – 30.08.2015 Sachsenring
18.09. – 20.09.2015 Circuit Park Zandvoort (NL)
02.10. – 04.10.2015 Hockenheimring Baden-Württemberg

Weitere Informationen unter www.adac.de/gt-masters