Wenn das BMW Team RLL am Wochenende bei der 53. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens von Daytona (US) seine zweite Saison in der United SportsCar Championship (USCC) eröffnet, ist dies zugleich der Auftakt für ein ganz besonderes Jubiläum: Das Rennen läutet die Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen von BMW of North America ein. Die beiden vom BMW Team RLL eingesetzten BMW Z4 GTLM werden beim USCC-Saisonstart die Nummern 24 und 25 tragen und damit an die legendären BMW 3.0 CSL Rennwagen erinnern, die vor vier Jahrzehnten in Nordamerika ihr Debüt gefeiert hatten.

BMW Motorsport Direktor Jens Marquardt sagt: „Wir freuen uns auf eine spannende USCC-Saison 2015, in der wir in der GTLM-Klasse erneut mit dem BMW Team RLL an den Start gehen. Unser Ziel lautet, mit dem BMW Z4 GTLM und starken Piloten auf die Siegerstraße zurückzukehren und an die großen Erfolge anzuknüpfen, die wir in der Vergangenheit in Nordamerika erringen konnten. Schließlich ist es für BMW of North America angesichts des 40-jährigen Jubiläums ein ganz besonderes Jahr. Wir wollen alles dafür tun, dass wir auch sportlich viel Grund zum Feiern haben.“

„Vor 40 Jahren, als BMW of North America noch in seinen Kinderschuhen steckte, bestand das erste Marketingprogramm von BMW in den Vereinigten Staaten darin, Rennsport zu betreiben“, meint Ludwig Willisch, Chairman and CEO of BMW of North America, LLC. „BMW Motorsport präsentierte erstmals zwei BMW 3.0 CSL in Nordamerika und schickte sie bei den 24 Stunden von Daytona 1975 in die IMSA-Saison. Diese Rennwagen wurden zu Legenden und begründeten die Erfolgsgeschichte von BMW in den vergangenen vier Jahrzehnten. Heute sind wir die Nummer eins unter den Luxusmarken.“

2015 bestreitet der BMW Z4 seine dritte Saison in Nordamerika. Für dieses Jahr wurden zwei neue Chassis aufgebaut und im Rahmen von zwei vorbereitenden Tests auf dem „Daytona International Speedway“ (US) ausgiebig erprobt. Beim 24-Stunden-Klassiker an gleicher Stelle schickt BMW ein Aufgebot von Top-Fahrern an den Start, darunter die beiden DTM-Stars Augusto Farfus (BR) und Bruno Spengler (CA). Spengler wird erstmals in seiner Karriere an einem 24-Stunden-Rennen teilnehmen.

Die beiden DTM-Piloten wechseln sich mit Bill Auberlen (US) und Dirk Werner (DE) am Steuer des BMW Z4 GTLM mit der Nummer 25 ab. Bereits 2012 waren Auberlen und Werner gemeinsam für das BMW Team RLL angetreten – damals noch im BMW M3 GT. John Edwards (US) und Lucas Luhr (DE), die ebenfalls die komplette USCC-Saison bestreiten, werden beim 24-Stunden-Rennen im BMW Z4 GTLM mit der Nummer 24 von Jens Klingmann (DE) und Graham Rahal (US) unterstützt.

Mit dem Einsatz des erfahrenen Piloten Luhr hat das BMW Team RLL aktuell zwei von drei Fahrern in seinen Reihen, die auf der Siegerliste im nordamerikanischen Sportwagensport ganz oben stehen: Luhr liegt mit 51 Erfolgen auf Platz drei, Auberlen hat mit 53 Triumphen Position zwei inne. Damit reihen sich beide nur knapp hinter Scott Pruett (US) ein, der mit 59 Siegen an der Spitze liegt.

Bobby Rahal (Teamchef, BMW Team RLL):
„Die ersten beiden Rennen des Jahres sind zugleich die härtesten. Die 24 Stunden von Daytona haben ganz sicher einen großen Einfluss darauf, wie man in der Saison abschneiden wird. Es ist eine große Herausforderung, ins Ziel zu kommen und ein gutes Ergebnis zu erzielen. Deshalb muss man zunächst einmal alles daran setzen, es ins Ziel zu schaffen. Und je weiter vorn man liegt, desto besser für den weiteren Verlauf des Jahres. In der vergangenen Saison lagen wir bis einige Stunden vor dem Ende gut im Rennen. Es sah sogar so aus, als hätten wir eine Chance auf den Sieg. Dann brach an einem unserer Autos jedoch eine Radaufhängung, außerdem mussten wir die Aufhängung auch beim anderen Fahrzeug als Vorsichtsmaßnahme wechseln. Danach hatten wir keine Siegchancen mehr und kamen auf den Plätzen zwei und vier ins Ziel. Insgesamt war unsere Performance gut, vielleicht sogar besser, als wir es erwartet hatten. Denn wir zählten keineswegs zu den schnellsten auf der Strecke. Aber trotz unseres Problems verbrachten die Autos nur wenig Zeit in der Box. Das ist der Schlüssel. Wer am wenigsten Zeit in der Boxengasse einbüßt, der wird wahrscheinlich gewinnen. So müssen wir das Rennen auch dieses Jahr angehen. Die beiden neuen BMW Z4 GTLM sollten insgesamt etwas stärker als im vergangenen Jahr sein. Die Tests sind in jedem Fall vielversprechend verlaufen. Deshalb haben wir aus meiner Sicht eine gute Chance, mit einem Erfolgserlebnis
zu starten.“

Bill Auberlen (#25 BMW Z4 GTLM):
„Wir haben in diesem Jahr außergewöhnliche Anstrengungen unternommen, um erfolgreich zu sein. Die beiden neuen Fahrzeuge sind sehr gut vorbereitet. Auch die beiden Tests im Vorfeld der Saison sind gut verlaufen. Wir haben einige Fahrer im Aufgebot, für die Daytona neu ist. Ich versuche, für sie ein guter Ansprechpartner zu sein. Sie können wegen jeder noch so kleinen Angelegenheit zu mir kommen. Ich will sichergehen, dass unsere Mannschaft genauso gut vorbereitet ist wie die beiden BMW Z4 GTLM. Ich bin stolz, auch weiterhin Rennen für BMW bestreiten zu dürfen, vor allem, da wir in dieser Saison das 40-jährige Jubiläum von BMW Motorsport in den USA feiern.“

Augusto Farfus (#25 BMW Z4 GTLM):
„Ich habe eine ganz besondere Verbindung zu Daytona, da ich hier 2003 mein erstes 24-Stunden-Rennen bestritten habe. Ich liebe die Strecke, die Atmosphäre, einfach alles hier. Im vergangenen Jahr feierte der BMW Z4 GTLM sein Debüt in Daytona, so dass wir in dieser Saison auf einen größeren Erfahrungsschatz zurückgreifen können. Alles fühlt sich an, als hätten wir einen weiteren Schritt in die richtige Richtung gemacht.“

Bruno Spengler (#25 BMW Z4 GTLM):
„Das wird das erste 24-Stunden-Rennen meines Lebens, und es freut mich sehr, dass ich mein Debüt in Daytona für das BMW Team RLL bestreiten darf. Es ist etwas ganz Besonderes, dieses Rennen neben der DTM meinem Kalender hinzufügen zu können. Meine ersten Runden während unseres Tests im Dezember waren eine komplett neue Erfahrung für mich, da ich bisher noch nie in so steiler Kurvenlage gefahren bin. Das 24-Stunden-Rennen wird eine neue Herausforderung für mich – aber genau danach suche ich immer.“

Dirk Werner (#25 BMW Z4 GTLM):
„Ich bin bereits einige Male bei den 24 Stunden von Daytona angetreten, dennoch bleibt das Rennen unvorhersehbar. Leider habe ich den Sprung auf das Podium bisher immer knapp verpasst, obwohl ich schon einige Male sehr nah dran gewesen bin. Es freut mich sehr, die komplette Saison für das BMW Team RLL zu bestreiten. Rennen in Nordamerika zu fahren ist etwas ganz Spezielles, denn hier habe ich mein Handwerk bei Sportwagenrennen gelernt. Ich werde in diesem Jahr alles geben. In Daytona habe ich die erste Gelegenheit dazu.“

John Edwards (#24 BMW Z4 GTLM):
„Wir haben im vergangenen Jahr in Daytona ein großartiges Rennen gezeigt. Leider hat uns eine defekte Aufhängung ein besseres Ergebnis gekostet. Das war einer dieser frustrierenden Momente, die in einem 24-Stunden-Rennen vorkommen können. Deshalb habe ich das Gefühl, dass wir in diesem Jahr etwas
nachzuholen haben. Daytona ist vielleicht nicht die Strecke, auf der wir die gleiche Pace wie unsere Konkurrenten haben werden, aber bei einem Langstreckenrennen zählen ja noch viele andere Faktoren. Da in diesem Jahr zehn statt bisher elf Saisonläufe ausgetragen werden, kommt jedem Rennen eine noch größere Bedeutung zu – besonders den langen. Es ist keine Option, nicht ins Ziel zu kommen.“

Jens Klingmann (#24 BMW Z4 GTLM):
„Ich habe bereits bei 24-Stunden-Rennen in Europa einige Erfahrung gesammelt, aber das wird mein erster Auftritt in Daytona – insgesamt war ich bisher erst zweimal in den Staaten. Mir gefällt die Atmosphäre, und ich genieße jede Sekunde dort. Im vergangenen Jahr habe ich mir das Rennen im Fernsehenangeschaut. Ich wollte schon immer einmal in Daytona dabei sein. Meine Aufgabe ist es, das Team zu unterstützen und alles dafür zu tun, damit wir wichtige Punkte für die Meisterschaft sammeln können.“

Lucas Luhr (#24 BMW Z4 GTLM):
„Das wird mein erstes Rennen für BMW in Nordamerika, und ich freue mich sehr darauf. Das 24-Stunden-Rennen in Daytona kann zur großen Herausforderung werden, da wir sehr lange im Dunkel der Nacht unterwegs sind und viele Fahrzeuge auf der Strecke sein werden. Deshalb muss man ständig in den Rückspiegel schauen. Es macht großen Spaß, den BMW Z4 GTLM zu fahren. Die GTLM-Klasse ist hochklassig besetzt.“

Graham Rahal (#24 BMW Z4 GTLM):
„Das ist mein zweites Rennen mit dem BMW Z4 GTLM in Daytona. Alles fühlt sich viel vertrauter an, und man kommt viel schneller in Schwung. Wenn wir genauso stark auftreten können wie im vergangenen Jahr und keine Probleme bekommen, haben wir gute Karten. Das Team hat hart daran gearbeitet, ein gutes Auto bereitzustellen. Nach dem Gesamtsieg in einem Prototypen mit BMW Power wäre es für mich fantastisch, einen Sieg in der GTLM-Klasse folgen zu lassen.“