„Das Anliegen meiner Photographie ist eine Huldigung an das Leben“, schrieb Fotograf Erwin Fieger vor einigen Jahren.

Weitgehend ohne Aufträge, bereiste Erwin Fieger seit Ende der 50er Jahre die Welt, um Farbfotografie zu betreiben, weit jenseits des damals Üblichen. Die Ergebnisse seiner Reisen publizierte er in Bildbänden, die Maßstäbe setzten.

Die Granden der Fotoszene lobten Fiegers Werke geradezu hymnisch. L. Fritz Gruber formulierte im Mai 1989: „Erwin Fiegers Oeuvre ist ein Höhepunkt, es ruht wie ein funkelnder Meteor in der sich heftig wandelnden Szene der internationalen Photographie“. Helmut Gernsheim schrieb 1990: „Seine Bilder übertreffen alles bisher Erschienene in der Farbphotographie“, und „Ein Monument der Farbphotographie“.

Fiegers Werk wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Prix Nadar, dem Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie, dem Ehrenpreis des Deutschen Kulturpreises und diversen Medaillen des Art Director Clubs; 1970 betreute er den deutschen Pavillon auf der Weltausstellung in Osaka und wurde bereits 1969 Ehrenmitglied des BFF, Bund Freischaffender Foto-Designer. Vor 20 Jahren zwang Erwin Fieger ein Augenleiden, die fotografische Tätigkeit einzustellen. Erwin Fieger starb am 14.04.2013

Was nur wenige wissen: Erwin Fiegers große Leidenschaft war der Motorsport und die Rennsportfotografie. So erschien bereits 1963 sein limitierter und handsignierter Farbbildband „Grand Prix: Gedanken vor dem Start“ mit beeindruckenden Portrait- und Motorsportfotografien aus dem Blickwinkel eines echten Bildkünstlers. Ein unvergleichbarer, experimenteller, künstlerischer Zugang zum Motorsportgeschehen jener Zeit. Fotokunst.
Diese Aufnahmen der 1960er Jahre, teilweise vergessen und noch nie gesichtet, sind echte künstlerische Interpretationen des Themas.
Erstmals kuratiert, durch BROOOOM. In kürze erhältlich als Print in Galeriequalität.

Text und Bilder: BROOOOM