Regen, Nebel, Abbruch, Neustart – die 41. Ausgabe des 24-Stunden-Rennens Nürburgring verlangte den Porsche-Kundenteams eine ganze Menge ab. Bei äußerst wechselhaften Bedingungen siegte der bestplatzierte Porsche, ein 911 GT3 RSR des Teams Manthey Racing mit den Fahrern Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau), Romain Dumas (Frankreich), Marc Lieb (Ludwigsburg) und Lucas Luhr (Ermatingen) in der Klasse SP7 und landete auf der siebten Gesamt-Position. Auf Platz elf passierte der 911 GT3 R von Manthey Racing mit den Fahrern Jörg Bergmeister (Langenfeld), Marco Holzer (Lochau), Richard Lietz (Österreich) und Nick Tandy (Großbritannien) die Ziellinie.

Das größte Autorennen Deutschlands war am Sonntag um 17:00 Uhr vor 210.000 Zuschauern bei zunächst trockenen Bedingungen gestartet worden. Von Beginn an konnten sich die Porsche-Kundenteams bestens in Szene setzen und in der Spitzengruppe mitkämpfen. Als am späten Abend der Regen einsetzte, lagen der 911 GT3 RSR von Bernhard/Dumas/Lieb/Luhr und der 911 GT3 R von Bergmeister/Holzer/Lietz/Tandy bereits direkt hintereinander auf den Positionen zwei und drei. Um 22:44 Uhr wurde das Rennen aber wegen zu starkem Regen und stellenweise minimaler Sicht durch Nebelschwaden für rund neuneinhalb Stunden unterbrochen. „Eine absolut richtige Entscheidung der Rennleitung, denn die Grip- und Sichtverhältnisse waren zu diesem Zeitpunkt mehr als grenzwertig“, sagt Marc Lieb.

Um 8:20 Uhr wurde das Rennen bei nachlassendem Regen neu gestartet. „Leider hatten wir in dieser Phase nur wenig Glück mit der Reifenwahl. Es ist schneller abgetrocknet, als wir es erwartet hatten“, beschreibt Timo Bernhard seinen ersten Stint. Letztlich landete das Erfolgsquartett mit dem 911 GT3 RSR von Manthey Racing auf Position sieben und war gleichzeitig das bestplatzierte Auto in der Klasse SP7. „Mit etwas mehr Glück hätten wir etwas weiter vorne landen können, aber ein Sieg war bei diesen Witterungsbedingungen für uns in diesem Jahr nicht möglich“, sagt Romain Dumas.

Glücklos blieb auch das Werksfahrer-Quartett Bergmeister/Holzer/Lietz/Tandy. Drei Stunden nach dem Neustart musste der 911 GT3 R wegen einer kleinen Reparatur am Antriebsstrang unplanmäßig die Box ansteuern. „Die Mechaniker haben sensationell schnell gearbeitet“, sagt Nick Tandy. „Dennoch haben wir mehr als zwei Runden verloren. Wirklich schade, denn vor dem Abbruch konnten wir um das Podium kämpfen.“

„Die 911 GT3 R unserer Kundenteams haben insgesamt eine sehr gute Performance gezeigt. Das Fahrzeug von Manthey Racing hatte leider ein kleines Getriebeproblem und hat dadurch fast drei Runden verloren“, analysiert Porsche-Sportchef Hartmut Kristen. „Bei den 911 GT3 RSR in der Klasse SP7 hat die Abstimmung bei wechselnden Witterungsbedingungen hingegen nicht sonderlich gut funktioniert.“